Wir Bitten um Besonnenheit, Verständnis und Solidarität

#verschiebdeinereise

Wir können Ihre Sorge wegen der momentanen Lage in ganz Europa verstehen. Polen hat, wie viele andere Länder, die Grenzen geschlossen, am 13. Mai wurde die Grenzschließung bis zum 12. Juni einschließlich verlängert. Die weitere Entwicklung können wir nicht vorhersehen, wir hoffen aber, dass man sich dann anschließend, d.h. ab Mitte Juni in Europa wieder frei bewegen kann, so sind auch die Bemühungen und Empfehlungen der EU. Erste entscheidende Lockerungen wurden in Polen bereits eingeleitet, so dürfen seit dem 04. Mai u.a. Hausboote und Segelboote sowie alle anderen touristische Objekte wieder vermietet werden und Häfen öffnen, seit dem 18. Mai dürfen auch Restaurants wieder öffnen – die Voraussetzungen für einen Charterurlaub in Polen sind somit wieder geschaffen (natürlich unter Einhaltung gewisser (Hygiene-)vorschriften und hier werden alle Vercharterer sehr bemüht sein).

Am 17.05. hat die polnische Vizepremierministerin eine Grenzöffnung, wie von der gesamten EU angestrebt, auch für die Grenzen zu Polen für den 15.06. als Ziel ausgegeben, sofern sich bis dahin die Lage weiterhin so „gut“ entwickelt, wie bisher. Wir sind inzwischen somit guter Dinge, dass Reisen ab Mitte Juni wieder realisierbar sind.

Generell müssen wir uns grundsätzlich erst einmal an die Charterbedingungen und an die dort definierten Stornierungsgebühren halten, bitte haben Sie Verständnis. ABER natürlich haben auch wir für Sie Kulanzangebote, die wir weiter unten vorstellen.

Ein anderer Fall wird sich sicherlich ergeben, sollte zum Tag Ihrer Anreise die Übernahme eines gecharterten Bootes nicht gestattet sein. Hinzu kommen mögliche Einreisebeschränkungen und Quarantäne-Regeln. Generell bedenken Sie bitte, dass es sich um eine globale Krise handelt, die leider uns alle betrifft. Die Charterunternehmen arbeiten mit der Anzahlung im Winter, die Gelder werden oft für z.B. Bootsreparaturen, Kosten für Winterlager, Hafengebühren, Kredite für die meist recht neuen Boote und Versicherungen verwendet und sind momentan oft gar nicht mehr verfügbar. Rückzahlungsforderungen würde viele Unternehmen an den finanziellen Ruin bringen, was wir momentan sogar bei Lufthansa schon beobachten. Da es sich bei einer Charterbuchung um eine Individualbuchung handelt (Vertrag zumeist direkt mit der polnischen Firma) und keine Pauschalreise, ist es rechtlich nicht eindeutig, ob eine Rückzahlung einer Anzahlung überhaupt erfolgen muss (im Falle z.B. einer Reisewarnung oder Grenzschließung), sofern das Boot zumindest theoretisch übernommen werden könnte (wie seit dem 04. Mai der Fall). Auch wenn dies natürlich irgendwie unlogisch klingt, aber so sind die Aussagen der Experten momentan – aber was ist schon logisch momentan. Im Rahmen des aktuellen Corona-Krisen-Gesetzes erlaubt die polnische Regierung Anbietern von touristischen Leistungen eine „Gutscheinlösung“ mit den Gästen zu vereinbaren, ein unserer Meinung nach fairer Schritt. Ich schreibe Ihnen dies alles so ehrlich, da es momentan glaube ich keinen Sinn macht irgendwelche Versprechungen zu machen – wir alle, d.h. meine Charterpartner und ich, sind momentan sehr bemüht, vernünftige und kulante Lösungen zu finden, die alle zumindest einigermaßen zufrieden stellen, von unserer Seite werden wir nicht auf die Einhaltung irgendwelcher Gesetze pochen sondern versuchen uns mit allen Gästen einvernehmlich und fair zu einigen. Ggf. ist, sollte es zu einer Rückzahlungspflicht kommen, z.B. auch eine deutlich verspätete Rückzahlung z.B. erst im nächsten Jahr eine denkbare Option (auch hierzu gibt es Vorkehrungen im polnischen Corona-Krisen-Gesetz). Wir hoffen sehr auf Ihre Solidarität und auf Ihre Bereitschaft, Ihre geplante Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen unter dem Motto: #verschiebdeinereise.

Wir haben natürlich mit unseren Charterpartnern intensiv über das Thema diskutiert und eine gemeinsame „Corona Virus Richtlinie“ erarbeitet. Wir möchten Ihnen damit recht früh im Vorfeld ermöglichen, über Ihre Charterbuchung nachzudenken und eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Frühere Umbuchungen auf einen neuen Termin helfen dabei manchmal sowohl Ihnen in Ihren Planungen als auch den polnischen Charterfirmen bei der Suche nach neuen Gästen, insbesondere dann aus dem Inland, für den ausgefallenen Termin.

 

Unsere Corona Virus Richtlinie

Die folgende Richtlinie gilt für alle Boote außer den Booten vom Typ Pedro Skiron, Vacance 1200 und Nexus Revo 780 Prestige. Für diese Boote finden Sie am Ende dieser Seite weitere Hinweise.

WICHTIG: Unsere Richtlinie ist nur im Moment gültig, d.h. in der Zeit und so lange, wie die Vermietung eines Bootes nicht erlaubt ist oder die Grenzen zu Polen geschlossen sind und eine Einreise nicht möglich ist oder es andere, vergleichbare Einschränkungen gibt, wie z.B. eine Quarantänepflicht nach der Einreise. Ebenso gilt sie momentan nur für Chartertermine, die spätestens am 05.07.2020 beginnen (eine Verschiebung dieses Termins nach hinten ist natürlich im weiteren Verlauf der Corona-Krise möglich). Für alle anderen Chartertermine und Buchungen gelten momentan die im Rahmen des Chartervertrages abgeschlossenen Charter- und Stornierungsbedingungen.

Die Charterbedingungen (Pkt. 10) besagen, dass bei einer Stornierung bis 30 Tage vor Anreise als Stornierungsgebühr die bereits gezahlte Anzahlung berechnet wird, d.h. es kann ist bei einer Stornierung keine Rückzahlung der Anzahlung vorgesehen. Bei Stornierungen kürzer als 30 Tage vor Anreise können bis zu 100% Stornokosten auf Sie zu kommen.

Es gibt die Möglichkeit, dass Sie bei einer Stornierung Ihre Anzahlung zurück bekommen, sollte ein Ersatzgast gefunden werden. Jedoch muss man sich entweder für eine Verschiebung entscheiden oder eben für eine direkte Stornierung und dem dann möglichen Verlust der Anzahlung (sollte kein Ersatzgast gefunden werden).

Darüber hinaus haben Sie aber den Passus im Vertrag, dass Ihr Vertragspartner (die polnische Charterfirma) Ihnen bei einer Stornierung bis 60 Tage vor Anreise aus Kulanz anbieten kann, die Reise zu verschieben und dass die Anzahlung dann auf eine neue Buchung angerechnet werden kann.

Und genau hier setzt unser momentanes Kulanzangebot für Sie an – wie Sie mit Ihren Buchungen verfahren können:

Eine Stornierung bis zu 7 Tage vor geplantem Anreisetermin und Möglichkeit der Verrechnung bereits geleisteter Zahlungen in voller Höhe (Gutschrift) bei einer neuen Buchung des stornierten Bootes wird für einen neuen Termin im Jahre 2021 generell erlaubt, natürlich kann die Gutschrift auch für z.B. eine kurzfristige Buchung in diesem Jahr genutzt werden (bei Terminverfügbarkeit). Sie müssen bei einer Stornierung noch keinen neuen Termin benennen. Termine für 2021 können wir vorab für Sie reservieren, zudem ist bei vielen Booten die Saison 2021 schon zur Buchung frei geschaltet. Diese Regelung wird momentan für alle Buchungen erlaubt, die einen Reisebeginn spätestens am 05.07.2020 haben.

Gäste, die in ihrem Chartervertrag eine Schlusszahlung (i.d.R. 30 Tage vor Anreise) vereinbart haben, müssen diese nicht termingerecht bezahlen, sollte die Reise-Situation zu diesem Zeitpunkt noch unsicher sein, wir empfehlen dann aber bereits eine Stornierung oder Umbuchnug (inkl. Gutschrift für die bereits geleisteten Zahlungen gemäß oben stehenden Angaben).

IMMER GILT: Sollten Sie einen Termin stornieren und sich kurzfristig die Reisebedingungen bessern und das stornierte Boot noch verfügbar sein, können Sie bis zu 3 Tage vor dem ursprünglich geplanten Chartertermin von Ihrer Stornierung zurück treten und Ihren Urlaub zu Ihren ursprünglich gebuchten Konditionen antreten.

Wie oben beschrieben, gilt diese Richtlinie nicht für die Boote vom Typ Pedro Skiron und Vacance 1200 – für diese Boote finden Sie eine entsprechende Richtlinie direkt Ihres Vercharteres unter: https://www.bootsurlaub.de/allgemein/infos-zur-corona-krise/.

Wie oben beschrieben, gilt diese Richtlinie ebenso nicht für die Boote vom Typ Nexus Revo 780 Prestige – für diese Boote sprechen Sie uns bitte individuell an!

Bitte haben Sie Verständnis und entschuldigen Sie, das wir noch nicht auf alle Fragen und Eventualitäten eine Antwort parat haben. Wir bemühen uns wirklich sehr, für alle Fragen Antworten und für alle Probleme Lösungen zu finden und stehen Ihnen für Gespräche jederzeit zur Verfügung. Die Situation bei den Vercharterern ist sehr schwer momentan. Alle polnischen Vercharterer sind aber im Rahmen der hier genannten Richtlinie bereit Kulanzregelungen auch über die rechtlichen Pflichten hinaus anzubieten – bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir – bzw. Ihr Charter- und Vertragspartner – derzeit noch nicht für den ganzen Sommer Kulanzregelungen und damit verbundene Stornierungen anbieten können.

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!

Ihr Hendrick Fichtner

Stand: 19.05.2020